Verhaltensökonomie oder UX Psychology

Der Bereich der Verhaltenswissenschaften gewinnt zunehmend an Bedeutung für das Erlebnisdesign. Mit einem ökonomischen Hintergrund geht es in diesem Bereich darum, die (Ir-)Rationalität von Menschen in einem wirtschaftlichen Umfeld (z.B. Online-Shop, Verkaufsverhandlungen) besser zu verstehen. Lange Zeit ging man davon aus, dass Menschen auf logische Weise handeln, um ihren eigenen Nutzen zu optimieren. Jetzt wissen wir, dass dies nicht der Fall ist, Menschen verhalten sich alles andere als logisch.

Die UX-Psychologie nimmt eine breitere Perspektive ein. Sie bezieht alle relevanten Aspekte des Menschseins in die Gestaltung von Erlebnissen ein. Die wichtigsten psychologischen Disziplinen, die in der UX-Arbeit zur Anwendung kommen, sind die Kognitions-, Verhaltens-, Sozial- und Neuropsychologie. Diese umfassen umfangreiches empirisches Wissen über menschliche Wahrnehmung, Kognition, Leistung und Versagen, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Emotion, subjektives Erleben, Motivation und individuelles oder Gruppenverhalten. Sie umfasst dabei bewusste und unbewusste Phänomene.

Die Auswirkungen kognitiver Verzerrungen (auf die sich die Verhaltenswissenschaft konzentriert) sowie das Verständnis der kontextabhängigen Verhaltensvariabilität sind auch für UX-Psychologen von großer Bedeutung.

UX-Psychologie ist daher in zahlreichen Kontexten für zahlreiche Systeme und Problemstellungen eine anerkannte Bereicherung, wie z.B.:

  • e-Commerce z. B. Online-Shops, B2B-Lösungen
  •  (Digitales) System- und Dienstleistungsdesign, z. B. Handytarife, Versicherungsabwicklung
  • Arbeitsproduktivität, z. B. Anlagen-Dashboards
  • Veränderungs- und Transformationsprozesse in Organisationen, z.B. UX-Reifegradstrategien
  • Organisatorische Prozesse, z. B. digitales Onboarding
  • Sicherheitskritische Bereiche, z. B. Schwerindustrie, Medizin, Flugverkehrsmanagement

 

You might also enjoy

Warenkorb