Diverse Teams

SIND SIE MITGLIED ODER LEITER EINES DIVERSEN TEAMS?

Nun, es gibt einige unvermeidliche psychologische Herausforderungen, mit denen Sie konfrontiert sind, ob Sie sich dessen bewusst sind oder nicht!

Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, dass Vielfalt in Teams oder Organisationen von Vorteil ist. Neben anderen Vorteilen führen diverse Teams zu besseren Ergebnissen, sie zeigen eine bessere Arbeitsatmosphäre und eine bessere Einstellung. Vielfalt kann verschiedene Merkmale umfassen, die meist diskutierten sind Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Alter oder besondere Bedürfnisse. So weit, so gut – aber was ist die Herausforderung?

Die bloße Besetzung von Teams mit einer vielfältigen Gruppe von Menschen reicht nicht aus, um diesen Vorteil zu nutzen, das Gegenteil könnte sogar der Fall sein. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich ausdrücklich mit (unterbewussten) psychologischen Einflüssen auseinandersetzen, die sehr wahrscheinlich zu Problemen für vielfältige Teams führen, wenn sie nicht beachtet werden. Hier sind drei solcher Herausforderungen und wie sie bewältigt werden können.

Der FALSE CONSENSUS EFFECT

Ein häufiges Problem ist der Effekt des falschen Konsenses. Wir neigen zu der Annahme, dass andere Menschen so denken wie wir und unsere Werte und Vorlieben teilen. Dies führt zu Missverständnissen, die oft erst erkannt werden, wenn ein ernsthaftes Problem auftaucht. In einem heterogenen Team kann dieser Effekt sehr problematisch sein, weil die individuellen Hintergründe stärker variieren und die Missverständnisse noch größer sind.

Ein dreistufiger Ansatz ist gut geeignet, um diese Herausforderung zu bewältigen

1. Schärfen Sie das Bewusstsein für diese Wirkung – die meisten Menschen kennen sie nicht, und selbst wenn sie sie kennen, berücksichtigen sie sie nicht in ihrer täglichen Routine.

2. Führen Sie einen regelmäßigen, nicht aufgabenorientierten Austausch ein, z. B. ein gemeinsames Mittagessen, und bereiten Sie sich auf die Diskussion von „Alltagsthemen“ vor. Dabei handelt es sich um Themen, bei denen Sie davon ausgehen können, dass verschiedene Personen unterschiedliche Perspektiven und Einsichten haben, z. B. Traditionen, Reisen oder Gemeinschaften. Das Kennenlernen der Sichtweisen der Kollegen auf Themen des täglichen Lebens trägt zum gegenseitigen Verständnis bei. Beginnen Sie bei neuen Teams mit wöchentlichen Treffen und gehen Sie zu monatlichen Treffen über, wenn das Team zusammenwächst.

3. Einführung von Kommunikationsmitteln, mit denen die Teammitglieder ihre jeweiligen Anliegen auf sichere Weise zum Ausdruck bringen können – Schaffung eines psychologisch sicheren Umfelds, in dem man sich traut, seine Meinung zu sagen!

Der IN-GROUP BIAS

Ein weiteres Problem in heterogenen Teams ist die Voreingenommenheit innerhalb der Gruppe. Er führt dazu, dass wir wirklich glauben, dass unsere eigene Gruppe (Sportmannschaft, Clique usw.) in vielerlei Hinsicht besser ist, mehr leistet, vertrauenswürdiger ist und so weiter. In einem gemischten Team ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie diese Voreingenommenheit innerhalb des Teams vermeiden. Wenn Ihr Team unbemerkt in Gruppen gespalten ist (z. B. die Veganer – die Fleischliebhaber oder die Auswanderer – die Einheimischen), kann dies zu schweren Konflikten innerhalb Ihres Teams führen.

Umgehen Sie diese Falle, indem Sie nach solchen Gruppen Ausschau halten und den „gegnerischen Gruppen“ einen starken gemeinsamen Zweck und ein gemeinsames Ziel geben – suchen Sie nach Gemeinsamkeiten und gehen Sie ausdrücklich auf diese ein.

Der SOCIAL PROOF EFFECT

Ein drittes Beispiel ist der Social-Proof-Effekt. Kurz gesagt, beschreibt er das Verhalten von Menschen in unsicheren Situationen: Wir halten Ausschau nach einer Person, die zu wissen scheint, was zu tun ist. Wenn wir diese Person gefunden haben, kopieren wir ihr Verhalten, ohne zu überprüfen, ob dieses Verhalten wirklich eine gute Idee ist. Dieser Effekt führt zu einer sich schnell entwickelnden Gruppendynamik, die in heterogenen Teams ein Team innerhalb von Wochen auseinanderreißen kann.

Dies ist ein schwieriges Problem, das nur durch offene Kommunikation mit allen Teammitgliedern gelöst werden kann, um Probleme zu erkennen, bevor sie kritisch werden. Deshalb noch einmal: Schaffen Sie ein psychologisch sicheres Umfeld, in dem man sich traut, seine Meinung zu sagen!

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Effekte wie diese – und es gibt zahlreiche weitere – entscheiden darüber, ob sich alle dem Team zugewiesenen Personen als Teammitglieder anerkannt und willkommen fühlen. Starke, vielfältige Teams brauchen Zeit, um sich zusammenzufinden und zu wachsen. Wenn Sie diesen Prozess durch die Brille der Psychologie betrachten, können Sie ihn steuern und Fallstricke von Anfang an vermeiden.

Wer kann von einem psychologischen Ansatz profitieren? Jeder! Nicht nur die Teammitglieder, Teamleiter und das gesamte Management. 

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